iDISORDER im DIGI-TAL. Homo Digitalis - Quo vadis? (94S. A4) <Sonderdruck>

Artikelnummer: 785

iDISORDER im DIGI-TAL. Homo Digitalis - Quo vadis? (94S. A4):

Gesammelte Publikationen zu den Folgen der digitalen Transformation des Kapitalismus.

94 Seiten, A4, Ringbuch

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Beschreibung

iDISORDER im DIGI-TAL. Homo Digitalis - Quo vadis? (94S. A4):

Gesammelte Publikationen zu den Folgen der digitalen Transformation des Kapitalismus.

94 Seiten, A4, Ringbuch

Hrsg.: Peter Hensinger, Gertraud Teuchert-Noodt

Mit Beiträgen von Wolfgang Baur, Karl Hecht, Peter Hensinger, Gertraud Teuchert-Noodt, Isabel Wilke, Ulrich Warnke.

Stuttgart, Oktober 2018


Siehe auch den Vortrag von Prof. Dr. Teuchert-Noodt beim 30. Pleisweiler Gespräch unter
https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=1316

Vorwort:

Die digitale Transformation der Gesellschaft prägt seit ca. 20 Jahren unsere Epoche. Wir sind Zeitzeugen dieses schnellen Wandels und können ihn noch beeinflussen. Die mobile Kommunikation, v.a. über das Smartphone, ist dabei ein zentrales Element. Deutschlandweit werden derzeit die Infrastrukturen für SmartCitys aufgebaut, vernetzte Städte, in denen der Datenfluss die Grundlage der Organisationsstruktur und politischen Steuerung ist. Die Daten für dieses BigData-System liefern die Bürger über ihre Smartphones, iPhones, TabletPCs, smarte Armbanduhren, Google, Facebook, Twitter, Instagram oder WhatsApp. Algorithmen verarbeiten in Echtzeit die Daten, erstellen von jedem Bürger einen digitalen Zwilling als Grundlage für die Steuerung des Zusammenlebens. Das hat Folgen für die Demokratie, die Umwelt und die Entwicklung des Individuums, seine Gesundheit und Psyche! Die weltweite digitale Transformation wälzt alle Lebensbereiche um. Sie wird als Hype vermarktet, Kritiker in die Ecke der Fortschrittsverweigerer gestellt. Eine Technikfolgenabschätzung findet fast nicht statt, wird von einer mächtigen Lobby sogar verhindert. Es ist ein Milliarden Euro Geschäft. Das Motto wird ausgegeben: Digital First. Bedenken Second.

In den Artikeln dieses Readers werden wesentliche Aspekte der Folgen analysiert. Schwerpunkte sind die Folgen der geplanten "Digitalen Bildung", die möglichen Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung, die Auswirkungen auf die Entwicklung des Gehirns und Denkens, die Aufhebung der Privatsphäre, die neuen Möglichkeiten der politischen Manipulation, die Folgen der Konsum- und Wachstumsideologie und die gesundheitlichen Auswirkungen der Strahlenbelastung. Jede gesellschaftliche Umwälzung und jedes Geschäftsmodell konstruiert zur Legitimation eine eigene Ideologie. Sie wird in zwei Artikeln behandelt.

Unter Kindern schon wird der Gebrauch digitaler Medien zur Normalität. Die Erziehungswissenschaften sträuben sich immer noch, sich mit den Erkenntnissen der Gehirnforschung zu beschäftigen und spekulieren, was die Ursachen für die Smartphone- und Internetsucht und die zunehmenden Sprach-, Lern-, Aufmerksamkeits- und Verhaltensstörungen sind, die aktuelle Studien der Bundesregierung und der Krankenkassen dokumentieren. Die Hirnforschung hat Antworten. Im Artikel von Prof. Teuchert-Noodt "Die Entwicklung des kindlichen Gehirns" heißt es:

"So sensitiv und selbstregulativ Nervennetze im kindlichen Gehirn sind, so verwundbar sind sie aber auch gegenüber Stress. Keine technische Errungenschaft der Kinderspielwaren-Industrie hat eine derart große Begehrlichkeit an sich wie gerade digitale Medien mit ihrer unnatürlich hohen Eigendynamik. Die daraus hervorgehende Beschleunigung von Raum und von Zeit wirkt wie Sprengstoff auf die in Reifung befindlichen Nervennetze ... Zu kurz gegriffen ist allerdings das oftmals zu hörende Argument, dass Bewegungsmangel die ausschließliche Schuld am Leistungsabfall der digitalisierten Jugend trage. Nein, Medien schlagen mit besonderer Härte auf die Verrechnung von Raum und von Zeit auf limbischer Ebene zu. Dann können sich neuropsychiatrische Störungen wie autistoide Symptome, Angst-, Suchtstörungen und Depressionen bei Kindern und Jugendlichen anbahnen. Die diesbezügliche Hirnphysiologie ist neuerdings gut erforscht ... Baby-Apps und Tablets wirken wie eine schallende Ohrfeige auf die den digitalen Verführungen nicht gewachsene Reifung höherer Funktionen, und es könnten sich frühzeitig Symptome einer "Luxusverwahrlosung" anbahnen. Auch im Kindes- bis Jugendalter bleibt dem Belohnungssystem gar nichts anderes übrig, als sich in jegliche die Raumverrechnung beschleunigende technische Spielsachen und digitale Medien wie Smartphones und Computerspiele zu verlieben. Wie beim Drogenmissbrauch ist für physiologische Fehlsteuerungen ein progressiver Verlauf zu erwarten."

Die Pädagogik muss sich mit diesen biologischen Grundlagen der Gehirnentwicklung beschäftigen und nicht dem Hype der Alternativlosigkeit von Geschäftsmodellen aufsitzen und ihre Vermarktung legitimieren.

In den letzten 15 Jahren stellte sich heraus: der Klimawandel, die Klimakatastrophe und die jetzt vorausgesagte Heisszeit stellen die Existenz der Arten und der Menschheit in Frage. Die kapitalistische Produktionsweise und die Ideologie "Macht euch die Erde untertan" haben zum Raubbau an der Natur geführt und das sensible ökologische Gleichgewicht erschüttert - die Welt gerät in Unordnung - in DISORDER. Die Mobilfunktechnologie insgesamt, mit ihrem Ressourcen- und Energiehunger und der Verstrahlung von Menschen, Tieren und Natur ist ein Beschleunigungsfaktor dieser Katastrophe, der viel zu wenig beachtet wird. Milliarden Smartphones und iPhones tragen dazu bei - iDISORDER. Man muss alle Faktoren dieser Unordnung kennen, um einen Stopp der Katastrophen herbeiführen und Alternativen durchsetzen zu können. iDISORDER im DIGI-TAL - die Beschäftigung damit ist notwendig, um die Ordnung und Selbstorganisation, die in der Natur in wunderbarer Weise herrscht, und die von der kapitalistischen Profitgier teilweise schon zerstört wurde, wieder herzustellen. Hoffentlich ist es dafür nicht zu spät! Wir können aber schon wegen der Zukunft unserer Kinder nicht aufgeben.

Peter Hensinger & Gertraud Teuchert-Noodt
Stuttgart / Kiel, im Oktober 2018


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Leseprobe

Dokumentation: iDISORDER im DIGI-TAL. Homo Digitalis - Quo vadis?